Lyonel-Feininger-Galerie

Stefan Wewerka. Verschiebung der Kathedrale
Eine Kooperation mit dem Wewerka Archiv / Forum Gestaltung Magdeburg e.V.
im Seitenflügel

1987 verschiebt Stefan Wewerka den Kölner Dom. Schon 1961 beginnt der Künstler Gegenstände des Alltags zu zerschneiden, sie in veränderter Form wieder zusammenzusetzen und damit einer quasi verschobenen Wahrnehmung zu öffnen. Stuhl-Skulpturen werden das Markenzeichen des Bildhauers. Der Reigen der Dinge aber, die er sich ummodelnd aneignet, reicht von der Erdkugel bis zum Fünfmarkstück. Für den Architekten Wewerka, der die frühesten künstlerischen Eindrücke der Kathedrale Magdeburgs verdankt, spielt insbesondere in seinem grafischen Werk das bedeutsame bauliche Monument und namentlich der Kirchenbau und der Dom zu Köln eine zentrale Rolle.

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Stefan Wewerka, Döme, 1970


Biografie Stefan Wewerka
1928
in Magdeburg geboren
1944 Reichsarbeitsdienst
1945 soll zur Wehrmacht eingezogen werden, Flucht nach Hause
1946–1950 Studium der Architektur an der Hochschule für die bildenden Künste in Berlin
1951 Erster Preis im Wettbewerb um den Bau der Bundesjugendherberge Bonn-Venusberg
1954 zwei Jahre freie Mitarbeit im Büro des Architekten Hans Schilling in Köln
1959 Heirat mit Ingrid Broich, Geburt des Sohnes Alexander
1962 Einjähriger Paris-Aufenthalt. Arbeit im Büro Candilis, Josic, Woods. Entwicklung von Vorschlägen »zum Umbau der Stadt Paris«.
1963 Mitarbeit im Büro von Hans Scharoun in Berlin (u.a. am Kulturforum Berlin-West)
1965 Geburt des zweiten Sohnes Philipp. Gastprofessur an der Fakultät für Kunst und Architektur der Washington University
1967 freie künstlerische Arbeit
1977–1993 Professur für Grundlagen im Fachbereich Kunst und Design an der Fachhochschule Köln
1978–1988 Zusammenarbeit mit der Firma TECTA
1987 Teilnahme an der documenta 8 in Kassel
2013 stirbt Stefan Wewerka in Berlin